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Kapitalmarkt |
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Marktüberblick Publikumsfonds und Aktien: 27.04.06: UN-Generalsekretär Kofi Annan verkündet an der New Yorker Börse UN-Prinzipien für nachhaltiges Investment - großer Zuspruch der Investoren www.unpri.org Links
ASPI Index Brooklyn Bridge/Triple Bottom Line Investing Conference Business in the Community's CSR Index Ceres - Investors and Environmentalists for Sustainable Prosperity CoreRatings Corporate Sustainability and Responsibility Research Dow Jones Sustainability Group Index (von Dow Jones Indexes, STOXX Limited and SAM Group) DVFA - Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management www.dvfa.org E.Capital Partners Ecoreporter Enhanced Analytics Initiative (EAI) Ethibel Ethical Consumer Research Association Ethical Performance European Social Investment Forum (Eurosif) Forum Nachhaltige Geldanlagen FTSE4Good Germanwatch Good Money greenValue imug Institut für Markt - Umwelt - Gesellschaft Innovest Strategic Value Advisors International Association of Investors in the Social Economy International Finance Corporation (IFC) Investor Network on Climate Risk KLD Research and Analytics (Domini 400 Social Index) Nachhaltiges Investment (Initiative des Sustainable Business Institute an der European Business School) Natur-Aktien-Index (NAI) oekom research Oeko-Invest Scoris SiRi Group - Sustainable Investment Research International Social Funds Social Investment Forum SRI News SRI World Group Südwind - Institut für Ökonomie und Ökumene UK Social Investment Forum UNEP Finance Initaitive |
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Eine der spannendsten und sehr komplexen Fragen im Zusammenhang mit unternehmerischer Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Unternehmens-verantwortung ist, welche Rolle zukünftig die Finanzmärkte als Motor der Entwicklung spielen werden. Welche Auswirkungen hat die Nachhaltigkeitsleistung auf die Rentabilität bzw. den Unternehmenswert für die Eigentümer, also den Shareholder Value? Wie wird die Nachhaltigkeitsleistung überhaupt gemessen? Wie honorieren Anleger in ihrem Investment das gesellschaftliche und ökologische Engagement von Unternehmen? Zusammengefasst: Kann der Markt für Kapitalanlagen eine treibende Funktion für eine nachhaltige Wirtschaftsweise einnehmen? Nachhaltige Geldanlagen - häufig Socially Responsible Investment (SRI) bezeichnet - bilden ingesamt bislang ein Nischensegment, gewinnen aber an Bedeutung. Rendite, Sicherheit und Liqudität sind häufig nicht mehr die einzigen Kriterien für eine Investitionsentscheidung. Der mit der Globalisierung einhergehende Strukturwandel führt dazu, dass Investoren heute Unternehmen ganzheitlicher bewerten als noch vor einigen Jahren. Sie sind sensibler für den sozial-ökologischen "Fußabdruck" unternehmerischer Tätigkeit - denn diesen zu beherrschen ist Teil des Risikomanagements geworden. Das CSR-Management von Unternehmen ist aus Sicht von Investoren maßgeblich unter dem Aspekt der Risikominimierung interessant. Aufgrund veränderter Rahmenbedingungen in der Auftragsvergabe, der Fördermittelvergabe, dem Bilanzrecht, dem Verbraucherschutz und neuster Rechtsprechung finden Umwelt- und Sozialrisiken verstärkt Eingang in die Risikobewertung der Unternehmen. Mittlerweile gibt es weltweit diverse Foren und Initativen, in denen sich die Finanzindustrie zu neuen Entwicklungen und Zukunftsszenarien des "nachhaltigen Investment" austauscht. Dazu zählen internationale Konferenzen, die UNEP Finance Initiative, die "Who cares wins"-Initiative im Rahmen des Global Compact, die Enhanced Analytics Initiative und in Deutschland ganz besonders auch die DVFA - Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management. In den letzten Jahren wurden eine Reihe nachhaltigkeitsorientierter Fonds und Indizes aufgelegt. Zudem hat sich ein eigenständiger Markt von Finanzdienstleistern herausgebildet, die Unternehmen auf CSR-/Nachhaltigkeitsaspekte hin analysieren (Rating), um Markttransparenz herzustellen und so den Investoren Entscheidungskritieren an die Hand zu geben. Nicht nur spezifische CSR-Ratingagenturen betätigen sich auf diesem Gebiet. Auch die "klassischen", großen Ratingagenturen, Kreditinstitute und Versicherungen erweitern ihre Analysen. Hinzu kommen die Betreiber von CSR-/Nachhaltigkeitsindizes (wie FTSE4Good, Dow Jones Sustainability Index etc.), die definieren müssen, welches Unternehmen in ihren Index aufgenommen wird. Im Gegenzug zu diesen Trends am Finanzmarkt, aber auch als Antwort auf das allgemein gestiegenen Interesse verschiedenster Stakeholder an einer transparenten Unternehmensberichterstattung entwickeln Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsberichterstattung weiter, die die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Aktivitäten des Handelns umfasst. Nachhaltigkeits- oder CSR-Berichte (Berichterstattung) etablieren sich zunehmend als fester Bestandteil der Unternehmenskommunikation insbesondere großer, multinationaler Unternehmen. Auch dies ist ein junger, hoch dynamischer Prozess. Im Wechselspiel von Angebot und Nachfrage wird ausgelotet, welche Informationen bereitgestellt werden und wie sich effizient bestmögliche Transparenz erreichen lässt. Die Bewertung von Unternehmen unter ökonomischen, gesellschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten ist die Voraussetzung für methodisch fundiertes "nachhaltiges Investment". Doch genau diese Bewertung stellt eine der großen methodischen Herausforderungen dar: Zum einen gibt es keinen Konsens über die Schlüsselfaktoren - die Key Performance Indicators -, die gemessen werden sollen. Zum anderen ist die Messbarkeit selbst mit großen Unwägbarkeiten verbunden. Die derzeit bekannten Messkonzepte von Nachhaltigkeit weisen hohe Unterschiede schon bei den Grundannahmen auf. Bei allen Trends ist die Prognose schwierig, wie sich Anleger und Kapitalmärkte in Zukunft verhalten werden - also ob sie Unternehmen, die auf ökologischem und sozialen Gebiet besonders innovativ sind und eine langfristige Perspektive verfolgen, am Markt belohnen, indem sie vermehrt in sie investieren. Dies wird unter anderem davon abhängen:
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