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Managementsysteme
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Social Accountability International
http://www.sa-intl.org

AccountAbility
http://www.accountability.org.uk

Global Reporting Intiative
http://www.globalreporting.org

International Organization for Standardization (ISO) SR Aktivitäten
http://www.iso.org/sr

ISO 9000/14001
http://www.iso.org/iso/en/iso9000-14000/index.html

Deutschens Institut für Normung e.V. (DIN) zur Gesellschaftlichen Verantwortung von Organisationen
http://www.sr.din.de/

EMAS
http://www.emas-logo.de

EFQM
http://www.efqm.org

Deutsche EFQM
http://www.deutsche-efqm.de

Unternehmerische Nachhaltigkeit"greifbar" zu machen ist eine Herausforderung an das Management von Unternehmen. Für die Implementierung einzelner CSR-Themen werden bereits verschiedene, ihrer Art und Verbreitung nach sehr heterogene Managementsysteme bzw. -Instrumente angeboten. Entscheidend für den Erfolg ist am Ende, dass jedes Unternehmen seinen individuellen, den Bedürfnissen entsprechenden Weg entwickelt, Nachhaltigkeit zu managen.

Keiner der existierenden Ansätze erfasst alle Aspekte von CSR. So werden z. B. OECD-Leitsätze oder die zehn Prinzipien des Global Compact werden von keinem System vollständig abgebildet. Die einzelnen Systeme/Standards/Instrumente haben in der Regel einen Schwerpunkt, der beispielsweise auf Arbeits- und Menschenrechten, auf Umwelt, auf Berichterstattung oder auf Stakeholdereinbindung liegt.

 

Übersicht über die Inhalte einiger ausgewählter Managementsysteme mit Nachhaltigkeits-/CSR-Bezug

Managementsystem/
Standard/Instrument

Inhaltlicher Fokus

Externe Zertifizierung


SA 8000

Arbeitnehmerrechte, Arbeitsplatzbedingungen
und Menschenrecht

ja

AA 1000

Stakeholdereinbindung in
den internen Nachhaltigkeitsprozess

ja

ISO 9000

Qualitätsmanagement

ja

ISO 14001

Umweltmanagement

ja

EMAS Umweltmanagement

ja


EFQM

Managementinstrument mit CSR als Teilbereich

nein

Ausdrücklich nicht als Managmentsystem soll sich nach jetzigem Stand das "Guidance Document" zum Thema "Social Responsibility" verstehen, das derzeit als IS0 26000 entwickelt wird. Mehr zu ISO 26000


SA 8000, Social Accountability International

SA 8000 ist ein System für Hersteller, Verkäufer, Zulieferer und andere Organisationen mit dem Arbeitnehmerrechte, Arbeitsplatzbedingungen und Menschenrechte entlang der gesamten Zuliefererkette durchgesetzt werden können. SA 8000 wurde 1997 von Social Accountability International (SAI) als Standard eingeführt.
Der Standard ist auf eine Zertifizierung durch unabhängige Wirtschaftsprüfer ausgelegt. Der Schwerpunkt von SA 8000 liegt bei Arbeitsstandards, z. B. unter Berücksichtigung der Aspekte Kinderarbeit, Gesundheit und Sicherheit, Vereinigungsfreiheit. Unternehmen, die Güter produzieren und verkaufen, bietet SAI die Teilnahme am SA8000 Corporate Involvement Program an. Das Programm hilft Unternehmen, SA 8000 zu implementieren und darüber zu berichten. SAI bietet in dem Programm Trainings für Manager, Zulieferer und Arbeiter an sowie technischen Support, Datenbanken und das Recht, das SA 8000-Logo zu verwenden.


AccountAbility 1000 (AA 1000)

Der AA1000 Standard wird von der gemeinnützigen Mitgliederorganisation "Institute of Social and Ethical AccountAbility" angeboten. Er hat das Ziel, die Glaubwürdigkeit und Qualität von Nachhaltigkeitsberichterstattung zu stärken und die der Berichterstattung zu Grunde liegenden Prozesse, Systeme und Kompetenzen zu verbessern. Kernelement der von AA1000 angebotenen Module ist die Einbindung der Stakeholder in den internen Nachhaltigkeitsprozess des Unternehmens/der Organisation. Dabei bildet der Standard nur die Entwicklung ab und gibt keinen Entwicklungsgrad vor, den das Unternehmen/die Organisation erreichen sollte. AA1000 bietet Implementierungshilfe durch Managementmodule, Bewertung und Zertifizierung. Die AA1000 wird weltweit von Unternehmen, Organisationen und öffentlichen Körperschaften unterstützt.


International Organization for Standardization (ISO)

Die ISO Management System-Standards aus den Gruppen ISO 9000 (Qualitätsmanagement Standard) und 14000 (Umweltmanagement Standard) sind generische und zertifizierbare Managementsysteme. Insgesamt führen 610.000 Organisationen und Unternehmen in 160 Ländern ihre Managementsysteme nach diesen Standards.

ISO 9000ff. Qualitätsmanagementstandards

Mit der Normenreihe ISO 9000ff hat die ISO Normen geschaffen, die dem Ziel systematischen Qualitätsmanagements folgen. Alle ISO 9000ff. Normen bilden zusammen eine abgestimmte Reihe von Normen für Qualitätsmanagementsysteme.
Die ISO 9000ff. sind prozessorientiert aufgebaut. Sie wurden im Jahr 2005 überarbeitet. ISO 9000 definiert Grundlagen und Begriffe zu Qualitätsmanagementsystemen. ISO 9001 be-schreibt modellhaft das gesamte Qualitätsmanagementsystem und ist Basis für ein umfas-sendes Qualitätsmanagementsystem. ISO 9004 stellt einen Leitfaden bereit, der sowohl die Wirksamkeit als auch die Effizienz des Qualitätsmanagementsystems betrachtet. Das Ziel dieser Norm besteht in der Leistungsverbesserung der Organisation sowie der Verbesserung der Zufriedenheit der Kunden und anderer interessierter Parteien (wie z. B. der an der Geschäftstätigkeit des Unternehmens interessierten Öffentlichkeit). ISO 19011 bildet eine Anleitung für das Auditieren von Qualitäts- und Umweltmanagementsystemen.

ISO 14001ff. Umweltmanagementstandards

Die ISO 14001ff. Normenfamilie beinhaltet Normen zu verschiedenen Bereichen des Um-weltmanagements, u. a. zu Ökobilanzen, zu Umweltkennzahlen bzw. zur Umweltleistungs-bewertung. Sie kann sowohl auf produzierende als auch auf dienstleistende Unternehmen angewendet werden.
Die ISO 14001 ist 1996 erstmals von der ISO veröffentlicht worden und wurde im Juni 2000 in Stockholm überarbeitet. Im Wesentlichen wurden mit der Überarbeitung die Kompatibilität mit der Qualitätsmanagementnorm ISO 9001 und die Beseitigung von Unklarheiten bezweckt.

ISO 26000 Social Responsibilty (SR)

Ob Strukturen und Verfahren der freiwilligen Normung geeignet und ausreichend sind, einen konstruktiven Beitrag zur gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen zu leisten, wird auch bei der International Organisation for Standardization seit einigen Jahren lebhaft diskutiert.

Im Juni 2004 hat die ISO in Stockholm zu einer Konferenz zu Social Responsibility (SR) eingeladen. An der Konferenz nahmen 355 Personen aus 66 Ländern teil, darunter 33 Ent-wicklungsländer. Sowohl Wirtschaft als auch Regierungen, Gewerkschaften, Konsumenten und NGOs waren vertreten und diskutierten über die Zukunft von SR. Im Anschluss an die Konferenz, auf der ein ISO Vorgehen von einer Mehrheit der Teilnehmer befürwortet wurde, beschloss das ISO Technical Management Board (ISO/TMB), eine ISO-Norm in Form eines ISO Guidance Document on Social Responsibility zu erarbeiten. Nicht vorgesehen ist ein zertifizierbarer Managementstandard.

ISO-Normungsantrag

Die ISO hat sich vorgenommen, einen Standard zu erstellen, der nicht nur auf Wirtschafts-unternehmen, sondern auch auf andere Organisationsformen Anwendung finden kann - es geht um die "Social Responsibility" aller Körperschaften.

Die ISO-Norm soll
… Organisationen dabei unterstützen ihre gesellschaftliche Verantwortung im Rahmen unterschiedlicher Kulturen, Gesellschaften, ökologischen Umgebungen und Rechtsräumen wahrzunehmen.
… praktische Unterstützung bei der Operationalisierung von Social Responsibility geben. Dazu gehören auch die Identifizierung der relevanten Stakeholder und Stärkung der Glaubwürdigkeit der Nachhaltigkeitsberichte.
… in Übereinstimmung mit bestehenden internationalen Dokumenten und Standards entstehen.
… die bestehenden Kompetenzen und Zuständigkeiten nationaler Regierungen nicht ersetzen, sondern begleiten.
… den Bekanntheitsgrad von Social Responsibility erhöhen.
… kein Managementsystem umschreiben, noch zertifizierbar sein.

Um sicherzustellen, dass alle interessierten Stakeholder angemessen vertreten sind, hat die ISO ein Dokument mit Leitsätzen zu den einzelnen am SR-Prozess beteiligten Stakeholdern erarbeitet.

ISO Guidance on Stakeholder Categories in the ISO/TMB/WG SR

Im Anschluss wurde eine internationale Arbeitsgruppe (Working Group SR) unter gemein-samer Leitung der Normungsorganisationen aus Brasilien und Schweden einberufen, die den gesamten weiteren Prozess leiten soll.

Die erste Sitzung der ISO/Technical Management Board Working Group on Social Respon-sibility (ISO TMB/WG SR) fand zwischen dem 7. und 11. März 2005 in Salvador de Bahia, Brasilien statt. An der Konferenz nahmen mehr als 300 Personen aus den Bereichen Wirt-schaft, Regierungen, Gewerkschaften, Verbrauchern und NGOs teil.

Die Arbeitsdokumente des ISO SR-Prozesses sind öffentlich zugänglich und können über den Link www.iso.org/wgsr eingesehen werden.

Die zweite Sitzung der ISO/TMB/WG SR fand in der Zeit vom 26. bis zum 30. September 2005 in Bangkok statt. Etwa 340 Teilnehmer aus 49 Ländern nahmen teil, insbesondere die Entwicklungsländer waren in hoher Zahl vertreten. Ziel der Sitzung war es, eine Struktur (die so genannte "Design Specifications") für die zukünftige Norm mit der Bezeichnung ISO 26000 zu beschließen. Zu dem Entwurf der Design Specifications alleine gingen über 600 Kommentare ein.

In Bangkok einigte man sich auf die Inhaltsstruktur der zukünftigen Norm ISO 26000:

… Introduction
… Scope
… Normative references
… Terms and definitions
… The SR context in which all organizations operate
… SR principles relevant to organizations
… Guidance on core SR subjects/issues
… Guidance for organizations on implementing SR
… Guidance annexes
… Bibliography

Zusätzlich zu den beim ersten Treffen der ISO WG SR eingesetzten Strategischen Task Groups

… TG 1 Funding/stakeholder engagement
… TG 2 Communication
… TG 3 Operational Procedures

hat man sich in Bangkok darauf geeinigt, zusätzlich Normative Task Groups zu etablieren:

… TG 4 Scope, SR Context & SR Principles
… TG 5 Guidance on core SR subjects/issues
… TG 6 Guidance for organizations on implementing SR

Protokoll der 2. Sitzung der ISO WG SR in Bangkok

Im nächsten Schritt ist geplant den genauen Geltungs- und Anwendungsbereich der Design Specification von den Task Groups erarbeiten zu lassen. In 2006 findet vom 15. bis 19. Mai in Lissabon die 3. Sitzung der ISO WG SR statt, bei dem über den Working Draft und die Kommentare beraten wird. Das weitere Vorgehen sieht einen Norm-Entwurf (ISO/DIS 26000) im Dezember 2007 vor. Im Juli 2008 ist mit dem Schlussentwurf der Norm zu rechnen, die im Oktober 2008 offiziell veröffentlicht werden soll.

Auf Beschluss des Präsidiums des Deutsches Institut für Normung e.V. (DIN) wurde im Normenausschuss Sicherheitstechnische Grundlagen (NASG) der neue Arbeitsausschuss "Gesellschaftliche Verantwortung von Organisationen" (NASG AA1) gegründet. Der NASG AA1, dem 27 Vertreter aus Wirtschaft, Gewerkschaften, öffentlicher Hand und verschiedenen Nichtregierungsorganisationen angehören, hat die Aufgabe, die Arbeiten der internationalen Arbeitsgruppe ISO/TMB/WG "Social Responsibility" national zu begleiten, die deutsche Position zu erarbeiten, in die internationale Arbeit einzubringen und diese aktiv mitzugestalten. Mit Blick auf die große Bedeutung, die die von ISO aufgenommene Entwicklung von SR-Leitlinien für die Wirtschaft hat, haben BDI und BDA ein gemeinsames "Begleitgremium ISO/DIN SR" installiert, dessen konstituierende Sitzung im August 2005 stattfand. Das gemeinsame Begleitgremium, dessen nächste Sitzung voraussichtlich im April 2006 stattfindet, wird geleitet von Herrn Hartmut Müller, Robert Bosch GmbH, der zugleich Obmann des DIN-Spiegelausschusses ist.


EMAS "Eco-Management und Audit Scheme"

EMAS ist ein Managementsystem, das Unternehmen dabei hilft, ihren betrieblichen Umweltschutz eigenverantwortlich und kontinuierlich zu verbessern. EMAS steht für die englische Bezeichnung des europäischen Umwelt-Audit-Systems "Eco-Management and Audit Scheme", auch bekannt unter dem Stichwort "Öko-Audit". Als modernes umweltpolitisches Instrument setzt EMAS auf die freiwillige Teilnahme von Unternehmen und geht über die ge-setzlichen Regelungen hinaus. Seit 1993 können in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union aufgrund einer EG-Verordnung gewerbliche Unternehmen und andere Organisationen an dem einheitlichen System für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung teilnehmen.

An EMAS kann sich jede Organisation beteiligen, die ihren betrieblichen Umweltschutz verbessern möchte. Organisation ist dabei umfassend zu verstehen als Unternehmen, Handwerks- oder Gewerbebetrieb, aber auch als Einrichtung der öffentlichen Hand. Zur
E-MAS-Teilnahme müssen Organisationen ihre Tätigkeiten, Produkte und Dienstleistungen im Hinblick auf Auswirkungen auf die Umwelt überprüfen und auf dieser Grundlage ein Umweltmanagementsystem schaffen.

Alle Organisationen, die an EMAS teilnehmen, erstellen für die Öffentlichkeit regelmäßig eine Umwelterklärung. Darin werden die eigene Umweltpolitik und das Umweltprogramm mit den konkreten Zielen für die Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes festgelegt, verbunden mit einer umfassenden, möglichst zahlenmäßigen Darstellung und Bewertung der Umweltauswirkungen eines jeden Standorts und der bereits erzielten Verbesserungen.
Jede Umwelterklärung muss von einem unabhängigen, staatlich zugelassenen Umweltgut-achter überprüft werden (Auditierung). Erfüllt sie die strengen Voraussetzungen der EG-Umwelt-Audit-Verordnung, erklärt der Umweltgutachter die Umwelterklärung für gültig (Validierung). Die Organisation wird bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) in das EMAS-Register eingetragen. Die Eintragung erfolgt unter der Voraussetzung, dass kein Verstoß gegen einschlägige Umweltvorschriften vorliegt.


EFQM Excellence Model

Das EFQM Excellence Model, ist ein holistisches Qualitäts-Managementsystem, welches CSR als separates Element beinhaltet (Fundamental Concept 8). Das Model zielt darauf ab, Arbeitsumstände zu verbessern und dem Konsumenten unter Einbeziehung relevanter Stakeholder ein hochwertiges qualitatives Produkt zu bieten.