02.04.10: RWE richtet Vorstandsvergütung auf Nachhaltigkeit und Mitarbeiterzufriedenheit aus

Die RWE AG wird die Vorstandsvergütung in Zukunft stärker auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausrichten. Vorstand und Aufsichtsrat haben der Hauptversammlung am Donnerstag ein entsprechend geändertes System der Vorstandsvergütung zur Billigung unterbreitet. Der Aufsichtsrat hatte die Neuregelung bereits beschlossen.

Damit wird ein Teil der Tantieme künftig nicht mehr allein nach finanziellen Kennzahlen bemessen, sondern auch nach Nachhaltigkeitskriterien wie Umweltschutz, Mitarbeiterorientierung und Kundenloyalität. RWE ist damit eines der ersten deutschen Unternehmen, das einen solchen Schritt vollzieht.

25% der Tantieme werden künftig für drei Jahre zurückgestellt. Damit wirkt dieser Teil der Vorstandsvergütung nicht mehr unmittelbar nach Ende eines Geschäftsjahres, sondern erst mittelfristig. RWE trägt damit einer wichtigen Forderung der Corporate-Governance-Diskussion und des neuen Vorstandsvergütungsgesetzes Rechnung. Am Ende der drei Jahre überprüft der Aufsichtsrat, ob die Unternehmensentwicklung nachhaltig war und in welcher Höhe die Tantieme ausgezahlt wird.

Gebildet wird dazu ein "Bonus-Malus-Faktor". Er setzt sich zusammen aus der dreijährigen Entwicklung des Wertbeitrags des Unternehmens, dem "Corporate Responsibility Index" sowie einem "Motivationsindex". Der Corporate Responsibility Index bewertet das ökologische und gesellschaftliche Handeln des Konzerns und wird anhand der Ziele und deren Erreichung ermittelt, die sich das Unternehmen in den zehn RWE-Handlungsfeldern zur Nachhaltigkeit gesetzt hat. Ein Wirtschaftsprüfer wird den Index bestätigen. Der Motivationsindex bildet die Mitarbeiterzufriedenheit und die Mitarbeitermotivation ab. Dafür hat RWE ein aussagefähiges Verfahren entwickelt, dessen Kern die regelmäßig stattfindende Mitarbeiterbefragung ist. Der Bonus-Malus-Faktor kann zwischen 0% und 130% liegen.

Weiterführende Informationen: www.rwe.com/verantwortung