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Montag, November 7, 2016 - 09:30 bis 17:30 | Impulse für Nachhaltigkeit – BERLINER FORUM 2016

Von New York auf die Agenda deutscher Unternehmen – Die SDGs als Kompass für globales Wirtschaften

econsense – Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft und das Deutsche Global Compact Netzwerk diskutierten mit hochrangigen Rednern und über 400 Gästen auf dem Berliner Forum über einen lösungsorientierten Ansatz zur Umsetzung der SDGs und der damit verbundenen Neuauflage der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie.


Dr. Wolfgang Große Entrup, Vorstandsvorsitzender von econsense, und Marcel Engel, Leiter der Geschäftsstelle DGCN, begrüßten Gäste und Referenten zu einer erkenntnisreichen Tagung.

       Dr. Wolfgang Große Entrup, econsense                     Marcel Engel, DGCN


BDI-Präsident Ulrich Grillo bezeichnete in seinem Grußwort die SDGs als Kompass für unternehmerische Verantwortung im 21 Jhd. mit dessen Hilfe jeder Akteur seinen Weg finden muss. Die deutsche Wirtschaft kann und möchte hier eine wichtige Rolle spielen – umso wichtiger sind Dialog und neue Partnerschaften.

 

      Ulrich Grillo, BDI und econsense


Im ersten Panel machten die Referenten deutlich, dass die SDGs zwar der Wegweiser für alle Akteure sind, aber jeder Staat und jedes Unternehmen seine eigene Strecke zum Ziel finden muss. Dabei ist die Politik gefragt den Rahmen abzustecken, damit die Wirtschaft verlässlich weiß wohin die Reise geht.

                                                                                     Tanja Gönner, GIZ

       Dr. Jürgen Hambrecht, BASF                                   Lise Kingo, UN Global Compact

       StS. Rita Schwarzelühr-Sutter, BMUB


Im zweiten Panel wurden die großen Potenziale digitaler Lösungen für die nachhaltige Entwicklung verdeutlicht und wie sie neue Geschäftsmodelle eröffnen können. Digitalisierung ist dabei zunächst ein neutrales Konzept und kein Selbstläufer – sie muss von Politik und Wirtschaft aktiv in den Dienst der SDGs gestellt werden. Besonders in Bereichen wie Mobilität und Gesundheit liegen große Potentiale in der Digitalisierung, die mit Verantwortung und Augenmaß genutzt werden müssen. Die anstehende gesellschaftliche Transformation rund um Digitalisierung muss auch von Werten geleitet werden. Datenschutz/Privacy ist dabei ein wichtiger Wert, dieser darf aber andere Werte wie eine optimale Gesundheitsversorgung der Bevölkerung nicht überlagern.

                                                                                     Dr. Rüdiger Grube, Deutsche Bahn 

       Samantha Putt del Pino, WRI                                   Dr. Bernhard Rohleder, Bitkom

       Peter Lacy, Accenture Strategy                                Ursula Mathar, BMW Group


Keynote-Speaker Staatsminister Prof. Dr. Helge Braun erläuterte, dass sich das Bundeskanzleramt in seiner Nachhaltigkeitsstrategie am Leitbild der fünf „Ps“ orientiert: People, Planet, Prosperity, Peace, Partnerships. Zu allen fünf Punkten sind zahlreiche Initiativen auf dem Weg – von Fluchtursachenbekämpfung bis Klimaschutz. Die Neuauflage der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie soll noch in diesem Jahr verabschiedet werden. Durch das Alignment mit den SDGs kam es zu einer umfangreichen Umgestaltung der bekannten Nachhaltigkeitsstrategie, in deren Entwicklung alle Stakeholder involviert waren. Der Dialog soll auch in Zukunft fortgesetzt werden.

 

       StM Prof. Dr. Helge Braun


Ulrich Grillo und Dr. Jürgen Hambrecht kündigten auf dem Berliner Forum eine neue Initiative an: „Made in Germany – Die Verantwortung deutscher Unternehmen im globalen Wettbewerb“. Wirtschaft muss jetzt zeigen, mit welcher Haltung sie weltweit Verantwortung wahrnimmt, um dem Anspruch gerecht zu werden, das Wohl des Menschen zu fördern. 
Mit Nachhaltigkeits-Hubs, Trainings und weltweiter Vernetzung in wichtigen Einkaufsmärkten der deutschen Wirtschaft soll die Initiative starten. Unternehmen und Bundesregierung sind dazu aufgerufen, sich zu beteiligen – der Dialog mit der Zivilgesellschaft ist ebenfalls erwünscht. Dr. Karsten Schröder (k.schroeder@econsense.de), stellv. Geschäftsführer von econsense, steht allen interessierten Organisationen für weitere Informationen gerne zur Verfügung.

      Dr. Jürgen Hambrecht, BASF und Ulrich Grillo, BDI (v.l.n.r.)


Im anschließenden Panel wurde die weltweite Verantwortung und Grenzen des Engagements von Unternehmen in Lieferketten weiter diskutiert. Tiefer erörtert wurden dabei Brancheninitiativen als ein geeigneter Lösungsansatz, wobei ein freiwilliges Engagement von Unternehmen und Sektoren hierbei wünschenswert ist.
 

 

       Dr. Daria Taglioni, The World Bank Group              Prof. Jürgen Eigen, Humboldt-Viadrina Governance Platform     

       Dr. Meike Niedbal, Deutsche Bahn                          StS. Stephan Steinlein, Auswärtiges Amt

 

       StS. Thomas Silberhorn, BMZ

In der abschließenden Skype-Konferenz äußerte sich Gabriela Ramos (OECD) optimistisch über die aktuellen Entwicklungen wie die SDG oder das Paris Agreement, die ein Durchbruch nach Jahren des Stillstands seien. Achim Steiner (Oxford University) würde gerne die Diskussion über Klimaschutz und die SDGs noch viel stärker als Chance führen, gerade auch für die deutsche Wirtschaft. Von den G20-Staaten erwarten beide eine klare Führungsrolle. Sie können die Verhandlungen auf UN-Ebene nicht ersetzen – die G20 kann und muss aber Leadership zeigen und Deutschland sollte 2017 in Hamburg mit gutem Beispiel vorangehen: „Lead by Example“. 

 

       Gabriela Ramos, OECD

 

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Econsense

Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.

econsense ist ein Zusammenschluss führender global agierender Unternehmen und Organisationen der deutschen Wirtschaft zu den Themen nachhaltige Entwicklung und Corporate Social Responsibility (CSR). Das Unternehmensnetzwerk wurde im Jahr 2000 auf Initiative des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. (BDI) gegründet und versteht sich als Dialogplattform und Think Tank. Das Ziel von econsense ist es, nachhaltige Entwicklung in der Wirtschaft voranzubringen und gemeinsam gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

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