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3 Fragen an... Thorsten Pinkepank, BASF


Thorsten Pinkepank, Director Sustainability Relations, BASF SE

Was bedeutet NH für ein Unternehmen in Ihrer Branche?

Im Jahr 2050 werden rund zehn Milliarden Menschen auf der Erde leben. Die Weltbevölkerung und ihre Ansprüche wachsen auf einem letztlich begrenzten Planeten. Im Anstieg der Weltbevölkerung sehen wir zum einen große globale Herausforderungen, zum anderen viele Chancen, insbesondere für die Chemieindustrie. Wie wir mit den Risiken umgehen und wie wir die Chancen nutzen, bestimmt über den unternehmerischen Erfolg des Unternehmens – Nachhaltige Entwicklung hat daher eine zentrale Bedeutung für uns.

Was macht Ihr Unternehmen ganz konkret?

Als weltweit führendes Chemieunternehmen wollen wir dauerhaft Wert schaffen für unser Unternehmen, die Umwelt und die Gesellschaft. Nachhaltige Entwicklung ist wesentlich für unser Risikomanagement und gleichzeitig Wachstumstreiber. Deshalb integrieren wir Nachhaltigkeitsaspekte in unsere Entscheidungen über Produkte oder auch Investitionsprojekte. Wichtig ist auch, dass wir  klare Verantwortlichkeiten in unserer Organisation verankert haben. Das Corporate Sustainability Board ist das zentrale Steuerungsorgan der BASF für Nachhaltige Entwicklung. Zudem haben wir ein externes, unabhängiges Beratungsgremium – unseren Stakeholder Advisory Council – etabliert. Die Mitglieder bringen die wichtige Außenperspektive ein und unterstützen uns, Stärken auszubauen sowie Verbesserungspotenziale zu erkennen.

Durch unsere Wesentlichkeitsanalyse, den kontinuierlichen Austausch mit Stakeholdern sowie unsere langjährigen Erfahrungen entwickeln wir kontinuierlich ein besseres Verständnis für wesentliche Themen und Trends sowie Chancen und Risiken entlang unserer Wertschöpfungskette.

Geschäftschancen erschließen wir, indem wir unseren Kunden innovative Produkte und Lösungen anbieten, die einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten. Risiken minimieren wir, indem wir uns global einheitliche Standards zu Umwelt und Sicherheit, Gesundheitsschutz, Produktverantwortung, Compliance sowie zu Arbeits- und Sozialstandards setzen, die häufig über gesetzliche Anforderungen hinausgehen.

Wie sind Sie ganz persönlich zum Thema NH gekommen?

Als Betriebswirt; Kommunikations- und Politikwissenschaftler haben mich schon immer die Schnittstellen von Wirtschaft und Gesellschaft interessiert. Fragen der Nachhaltigen Entwicklung beschäftigen mich schon seit rund 20 Jahren, die auch schon wesentlich für die Agenda 21 waren: Was müssen wir in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft im 21. Jahrhundert tun, damit künftige Generationen gleiche Chancen haben? Meine Kinder und das Jahrhundert werden langsam älter – die Thematik aber bleibt aktuell und faszinierend! 

Econsense

Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.

econsense ist ein Zusammenschluss führender global agierender Unternehmen und Organisationen der deutschen Wirtschaft zu den Themen nachhaltige Entwicklung und Corporate Social Responsibility (CSR). Das Unternehmensnetzwerk wurde im Jahr 2000 auf Initiative des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. (BDI) gegründet und versteht sich als Dialogplattform und Think Tank. Das Ziel von econsense ist es, nachhaltige Entwicklung in der Wirtschaft voranzubringen und gemeinsam gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

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