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Drei Fragen an... Krysta Harden, DuPont

Krysta Harden, Vice President of Public Policy and Chief Sustainability Officer, DuPont

Was bedeutet Nachhaltigkeit in Ihrer Branche für Unternehmen und wie bringt DuPont das Thema voran?

Jetzt, im dritten Jahrhundert unserer Existenz als Unternehmen, arbeiten wir an innovativen Lösungen für die Versorgung der wachsenden Bevölkerung mit Nahrungsmitteln, die sowohl den Kalorien- als auch den Nährstoffbedarf des Einzelnen decken, sowie auf die Versorgung mit nachhaltiger Energie in ausreichender Menge und den Schutz für Mensch und Umwelt. Das erfordert, dass wir mit unseren Kunden und Lieferanten, aber auch mit den Regierungen der Länder, in denen wir aktiv sind, sowie mit wissenschaftlichen Einrichtungen und anderen Akteuren der Zivilgesellschaft zusammenarbeiten. So können wir die Lösungen, die wir entwickeln, möglichst nachhaltig gestalten und den Bedürfnissen der Gesellschaft anpassen.

Als Unternehmen, das in mehr als 90 Ländern weltweit tätig ist, wissen wir auch, dass Nachhaltigkeit verschiedene Dinge an verschiedenen Orten bedeuten kann. Unser Ziel war es immer, die höchsten Standards für unternehmerische Verantwortung für unser Unternehmen zu setzen. Das ist einer der Gründe, weshalb wir stolz sind, Mitglied von econsense zu sein. Deutschland genießt in der ganzen Welt einen exzellenten Ruf als Vorreiter einer nachhaltigen Entwicklung und econsense bietet eine erstklassige Plattform für die Teilnahme am Dialog über das Voranbringen dieser Agenda.

Wie sieht der Alltag für einen CSO bei DuPont aus?

DuPont ist ein unglaublich vielfältiges, innovatives Unternehmen. Unsere Produkte berühren fast jeden Sektor der Wirtschaft. Daraus folgt, und darüber bin ich sehr glücklich, dass ich einen Job habe, der mir einen einzigartigen Einblick in die Transformationen bietet, die in der Welt geschehen, und ich Gespräche sowohl innerhalb als auch außerhalb des Unternehmens mit den Vorreitern für diese Transformationen führen kann. Praktisch gesprochen verbringe ich meine Zeit zum einen damit, mit dem DuPont Management zu arbeiten, um sicherzustellen, dass Nachhaltigkeit wirklich Teil unserer Strategie ist. Zum anderen aber schaue ich "um die Ecke", um die wichtigsten Trends und Chancen für unser Unternehmen zu verstehen. Dabei bin ich auch für die globale Produktverantwortung (Product Stewardship) von DuPont und die Einbringung unseres Unternehmens in die Diskussion der politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verantwortlich.

Wie sind Sie an die Fragen der Nachhaltigkeit herangeführt worden?

Ich bin auf einer Farm im US-Bundesstaat Georgia aufgewachsen. Ich denke, wenn Sie so eng mit dem Land verbunden aufwachsen, verstehen Sie die Bedeutung der Nachhaltigkeit ganz von selbst, auch dann, wenn der Begriff nicht explizit verwendet wird. Landwirte wissen, wie wichtig es ist, die Bedürfnisse des Landes mit ihren eigenen Bedürfnissen auszubalancieren. Sie verstehen auch, wie schwierig es sein kann, das Gleichgewicht zu bewahren, und welche unglaubliche Arbeitsmoral das erfordert. Das ist die grundlegende Herausforderung der Nachhaltigkeit: Erhaltung der Balance zwischen der Integrität unserer Ressourcen und den Bedürfnissen der Menschen auf unserem Planeten.

Diese frühen Erfahrungen meiner Kindheit setzten eine jahrzehntelange Karriere im öffentlichen Dienst in Gang, die in erster Linie - wenn auch nicht ausschließlich - auf die Landwirtschaft und Ernährungsfragen konzentriert war. Fünf Jahre meiner Karriere habe ich zudem als CEO der National Association of Conservation Districts (NACD) verbracht, wodurch ich auf nationaler Ebene eine führende Rolle für die Erhaltung der natürlichen Ressourcen übernahm und Tausende von Naturschutzbezirken in den USA vertrat. Durch meine Tätigkeit bei DuPont habe ich nun die Möglichkeit erhalten, mit einem erweiterten Portfolio im privaten Sektor für ein Unternehmen zu arbeiten, das eine reiche Geschichte im Bereich der Nachhaltigkeit hat. Aber es begann alles auf meinem elterlichen Hof!

Econsense

Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.

econsense ist ein Zusammenschluss führender global agierender Unternehmen und Organisationen der deutschen Wirtschaft zu den Themen nachhaltige Entwicklung und Corporate Social Responsibility (CSR). Das Unternehmensnetzwerk wurde im Jahr 2000 auf Initiative des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. (BDI) gegründet und versteht sich als Dialogplattform und Think Tank. Das Ziel von econsense ist es, nachhaltige Entwicklung in der Wirtschaft voranzubringen und gemeinsam gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

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