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Dienstag, Juni 19, 2018 - 10:00 | Mehrwert trotz Mehrarbeit für deutsche Unternehmen - Studie zum ersten Berichtszyklus nach dem deutschen CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz

Am 19. Juni 2018 haben econsense – Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft und das Deutsche Global Compact Netzwerk ihre Referenzstudie „Neuer Impuls für die Berichterstattung zu Nachhaltigkeit? – Studie zur Umsetzung des deutschen CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes (CSR-RUG)“ in Berlin vor über 150 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft vorgestellt.

Nach Begrüßung und Einführung durch Dr. Thomas Koenen (Geschäftsführer, econsense) und Marcel Engel (Leiter der Geschäftsstelle, DGCN) wurden die Studienergebnisse von Dr. Carlo Drauth (econsense) und Sophie von Gagern (DGCN) präsentiert. Kernergebnis der Studie war, dass im ersten Berichtszyklus nach CSR-RUG zwar der Aufwand der Nachhaltigkeitsberichterstattung, aber auch die Aufmerksamkeit für das Thema Nachhaltigkeit im Unternehmen gestiegen sei, insbesondere bei Unternehmensleitung und Aufsichtsrat. Auch habe eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Nachhaltigkeits- und Fachabteilungen stattgefunden. Nichtsdestotrotz war die Anwendung der Gesetzesvorgaben für Unternehmen herausfordernd, insbesondere die Bestimmung wesentlicher Themen und Risiken sowie die Darstellung bedeutsamer Leistungsindikatoren. Was die Berichtsformate anging, so setzten die Unternehmen die Regeln recht unterschiedlich um und nutzten damit den gesetzlichen Spielraum in Bezug auf die Formate.

In einem von Dr. Steffen Schwartz-Höfler (thyssenkrupp) geführten Interview ging einer der Ko-Autoren, Thomas Wagner (akzente), anschließend näher auf das umfassende Studiendesign mit Desk Research, Online-Befragung und Interviews ein. Mit dieser Methodologie kann die Untersuchung als Referenzstudie bezüglich der Umsetzung des CSR-RUG in Unternehmen betrachtet werden.

Das darauffolgende Panel, moderiert von Kai Michael Beckmann (Mazars), diskutierte die Studienergebnisse aus den verschiedenen Stakeholderperspektiven: der Standardsetzer (Dr. Rüdiger Schmidt, DRSC), Investoren (Michael Schmidt, Deka Investment), Zivilgesellschaft (Ingmar Streese, VZBV) sowie Großunternehmen (Ute Menke, Bayer AG) und Mittelstand (Jessica Paffen, BayWa AG). Diskutiert wurde hier, unter anderem, ob die nun nach CSR-RUG berichteten Nachhaltigkeitsdaten den Informationsansprüchen der jeweiligen Stakeholdergruppen genügen und wie sich die Berichterstattung in den folgenden Berichtszyklen weiterentwickeln solle.

Danach erläuterte Alain Deckers (Europäische Kommission) die aktuellen Entwicklungen auf europäischer Ebene. Dabei verwies er auf den laufenden EU-Konsultationsprozess zum Thema Berichterstattung (Fitness-Check on Public Reporting by Companies), der die Informationsbasis für mögliche Folgeaktivitäten der Europäischen Kommission im Bereich Reporting darstellen wird. Zudem ging Deckers näher auf das EU-Vorhaben zu Sustainable Finance ein, das an vielen Punkten Schnittmengen zur Nachhaltigkeitsberichterstattung aufweist.

Zum Abschluss fasste Thomas Pinkepank (BASF), gemeinsam mit Dr. Thomas Koenen (Geschäftsführer, econsense) und Marcel Engel (Leiter der Geschäftsstelle, DGCN), den Veranstaltungstag punktuell zusammen.

 

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Econsense

Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.

econsense ist ein Zusammenschluss führender global agierender Unternehmen und Organisationen der deutschen Wirtschaft zu den Themen nachhaltige Entwicklung und Corporate Social Responsibility (CSR). Das Unternehmensnetzwerk wurde im Jahr 2000 auf Initiative des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. (BDI) gegründet und versteht sich als Dialogplattform und Think Tank. Das Ziel von econsense ist es, nachhaltige Entwicklung in der Wirtschaft voranzubringen und gemeinsam gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

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