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Positionen und Ziele

econsense ist ein Zusammenschluss führender global agierender Unternehmen und Organisationen der deutschen Wirtschaft zu den Themen nachhaltige Entwicklung und Corporate Social Responsibility (CSR). Das Unternehmensnetzwerk wurde im Jahr 2000 auf Initiative des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. (BDI) gegründet und versteht sich als Dialogplattform und Think Tank. Das Ziel von econsense ist es, nachhaltige Entwicklung in der Wirtschaft voranzubringen und gemeinsam gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

Nachhaltigkeit und CSR sind weltweit zu richtungweisenden und ambitionierten Leitbildern geworden. Die Mitglieder von econsense wollen gemeinsam im offenen Dialog die Umsetzung ökonomischer, sozialer und ökologischer Ziele voranbringen. Dies geschieht aus dem Bewusstsein heraus, dass die Wirtschaft mit ihrer Innovations- und Investitionskraft eine besondere Verantwortung für das Gelingen einer nachhaltigen Entwicklung trägt. Gleichzeitig können Unternehmen ihre "Corporate Social Responsibility" nur dann wahrnehmen, wenn fördernde und verlässliche politische Rahmenbedingungen ein gutes Umfeld dafür bieten. Alle econsense-Mitglieder eint die Überzeugung: Nachhaltige Entwicklung ist für Unternehmen eine Strategie, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und damit zukunftsfähig zu bleiben.

econsense hat das Ziel,

  • Unternehmensaktivitäten zu Nachhaltigkeitsthemen wie Klimaschutz oder demografischem Wandel zu bündeln und gemeinsam mit den Unternehmen weiterzuentwickeln,
  • den politischen und gesellschaftlichen Diskurs aktiv mitzugestalten,
  • die Lösungskompetenz der Wirtschaft überzeugend zu kommunizieren,
  • in Veranstaltungen unterschiedlichster Art den offenen Dialog mit Politik und den gesellschaftlichen Gruppen zu stärken,
  • Möglichkeiten und Grenzen unternehmerischer Verantwortung aufzuzeigen,
  • in der Wirtschaft für Nachhaltigkeitskonzepte und CSR zu werben und
  • die Politik für Rahmenbedingungen zu sensibilisieren, die Innovation und Wettbewerbsfähigkeit fördern.  


Zum Download des Flyers "econsense auf einen Blick"

Unser Verständnis von nachhaltiger Entwicklung umfasst die folgenden Punkte:

Balance ökonomischer, sozialer und ökologischer Ziele

Das Prinzip der Nachhaltigkeit bedeutet den Ausgleich und die Integration ökonomischer, ökologischer und sozialer Ziele. Dies gilt vor allem im Hinblick auf eine globale Verantwortung und die Vorsorge für nachfolgende Generationen. Die Umsetzung des Nachhaltigkeitsprinzips in die Praxis erfordert die ausgewogene Berücksichtigung dieser Ziele: Im konkreten Einzelfall wird nachhaltige Entwicklung immer aushandeln müssen, wie "ökologisch verträglich", "wirtschaftlich profitabel" und "sozial förderlich" in Einklang gebracht werden können. Dabei wird es nicht immer möglich sein, für alle Bedürfnisse eine vollständig befriedigende Lösung zu finden.

Der vorsorgende Umgang mit allen Ressourcen des Wirtschaftens ist der Schlüssel zur Umsetzung einer nachhaltigen Wirtschaft. Dabei ist es wichtig zu sehen, dass sich Nachhaltigkeit nicht auf ökologische Fragen reduzieren lässt. Vielmehr gilt es, das gesamte Spektrum wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklungspotenziale zu nutzen und Nachhaltigkeit als übergreifendes Konzept zur Optimierung aller drei Zieldimensionen (des Sozialen, der Ökologie und der Ökonomie) zu verstehen.

Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Politik

Innovationen für eine nachhaltige Entwicklung erfordern ein offenes gesellschaftliches und politisches Umfeld, das es den Unternehmen ermöglicht, nachhaltige Produkte, Dienstleistungen und Prozesse bereitzustellen. Die politischen Rahmenbedingungen müssen dabei so ausgestaltet sein, dass sie innovatives Unternehmertum unterstützen. Es gilt, gemeinsam mit Politik und Zivilgesellschaft die verschiedenen Blickwinkel der Nachhaltigkeit zu diskutieren, Zielkonflikte zu benennen und Lösungswege aufzuzeigen. Diese können aber für jedes Unternehmen, für jedes Produkt und letztlich für jeden Bürger verschieden sein. Statt des wenig erfolgversprechenden Versuchs einer staatlichen "Feinsteuerung" von Produktion und Konsum ist es vielmehr gerade im Nachhaltigkeitsbereich notwendig, Gestaltungsspielraum zu geben, um effiziente Lösung zu den dringendsten Fragen zu finden.

Entscheidend ist dabei das umsichtige Ausbalancieren der drei Dimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales. Es gilt, die positiven Auswirkungen der Entscheidung auf jede der drei Dimensionen zu optimieren und die negativen zu minimieren. Hier kann die Politik verstärkt die vorhandene unternehmerische Lösungskompetenz in Technologie, Management und Prozessorganisation nutzen. Politik sollte Unternehmen stets als zentralen Stakeholder adressieren. Ziel ist die verstärkte Kooperation von Politik und Wirtschaft unter Einbeziehung der betroffenen gesellschaftlichen Gruppen.

Zentraler strategischer Wettbewerbsfaktor für die Wirtschaft

Die Ziele der Nachhaltigkeit sind ein wichtiger Teil unternehmerischen Denkens. Sie unterstützen die Suche nach konkreten Lösungen für zukunftsfähiges, unternehmerisches Handeln. Eine Umsetzung nachhaltiger Entwicklung im unternehmerischen Handeln, die in angemessener Weise zwischen den Zielen der Nachhaltigkeit abwägt, kann Wettbewerbsvorteile gegenüber Konkurrenten auf nationalen und internationalen Märkten realisieren. Nachhaltige Entwicklung ist damit eine Strategie, um Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

Eine der zentralen Innovationschancen liegt darin, vernetzt zu denken und zu handeln. Unternehmerisches Denken, das sektorale Grenzen überwindet, ist eine Voraussetzung für nachhaltige Lösungen: Unterschiedliche Branchen und Tätigkeitsfelder, verschiedene Ressorts in Management und Administration sowie unterschiedliche Fachdisziplinen und Handlungsebenen zusammenzuführen, bietet eine Fülle an Chancen für erfolgreiches Unternehmertum. econsense sieht sich als „Frühstarter“ entsprechender Austauschforen.

Nachhaltigkeit bedeutet daher das Bestreben, Lösungen zu finden, die die vielfältigen Ansprüche der Nachhaltigkeit in die Unternehmensstrategien aufnehmen. Innerhalb der Unternehmen kann eine "Kultur der Nachhaltigkeit" dabei helfen, sowohl in alltäglichen Arbeiten als auch in der Gestaltung von ganzen Produktionsprozessen und Produkten Nachhaltigkeit konkret zu realisieren. Es genügt aber nicht, den Gedanken des nachhaltigen Wirtschaftens allein in der Wirtschaft zu verankern. Entscheidend ist es zudem, die Konsumenten dafür zu gewinnen, bei seinen Kaufentscheidungen Kriterien der ökologischen und sozialen Verträglichkeit zu berücksichtigen. Die Wirtschaft kann dabei unterstützend wirken, indem sie umwelt- und sozialverträgliche Produkte entwickelt und anbietet sowie deren Mehrwert durch Kommunikation und Marketing herausstellt.

Fortwährender Gestaltungsprozess

Nachhaltige Entwicklung ist ein langfristig angelegter Lern- und Veränderungsprozess: Lösungen sind nicht allgemeingültig und nicht endgültig, sie müssen spezifisch für den Einzelfall und auf dem aktuellen Stand gesellschaftlicher Erkenntnis bestimmt werden. Daher ist ein kontinuierliches Durchdenken von Ideen und Konzepten zu nachhaltiger Wirtschaft und Politik unabdingbar.

Nachhaltige Entwicklung benötigt einen offenen und kreativen Innovationsprozess in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Unterstützt wird dies durch marktwirtschaftliche Instrumente und einen offenen Dialog. Dies führt zu Wettbewerbsfähigkeit und Innovationen, Arbeitsplätzen und Wohlstand, Ressourceneffizienz und ökologischer Verträglichkeit. Die Innovationen für eine nachhaltige Entwicklung benötigen ein förderliches Umfeld in Staat und Gesellschaft: Nicht nur technologische, sondern auch wirtschaftliche, politische und soziale Innovationen gehören dazu. Entsprechend müssen die Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Wirtschaftsweise so gestaltet sein, dass sie den Erneuerungsprozess unterstützen. Kontraproduktiv wäre es, Lösungswege vorzuschreiben und damit Kreativität zu hemmen.

Das Ziel, die drei Bedürfnisdimensionen Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt in Einklang zu bringen, verlangt danach, zwischen den Bedürfnissen abzuwägen. Daher muss für die Umsetzung des Nachhaltigkeitskonzepts ein Dialog zwischen den Anspruchsgruppen geführt werden, der das wechselseitige Verständnis von Nachhaltigkeit klärt und abwägt. Nachhaltige Entwicklung ist aus diesem Grund auch eine Kommunikationsaufgabe.

Econsense

Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.

econsense ist ein Zusammenschluss führender global agierender Unternehmen und Organisationen der deutschen Wirtschaft zu den Themen nachhaltige Entwicklung und Corporate Social Responsibility (CSR). Das Unternehmensnetzwerk wurde im Jahr 2000 auf Initiative des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. (BDI) gegründet und versteht sich als Dialogplattform und Think Tank. Das Ziel von econsense ist es, nachhaltige Entwicklung in der Wirtschaft voranzubringen und gemeinsam gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

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